Kirgisistan   | Übersicht Reitangebote

 

AV-WKGRI01

Kirgisistan Durchquerung





Qualifikation

Authentischer Abenteuertrail an der Seidenstrasse (16 Tage)

Kirgisistan befindet sich im Herzen Zentralasiens zwischen Kasachstan, China, Tadschikistan und Usbekistan und liegt an der Seidenstrassen, der berühmten alten Handesroute zwischen Asien und Europa. Das Land erstreckt sich über das Hochgebirge Tienschan, 94% der Landesfläche sind gebirgig. Die höchste Erhebung ist der Dschengisch Tschokusu mit 7.439 m. Der Tourismus in Kirgisistan steckt noch in den Kinderschuhen und die Infrastruktur ist in vielen Teilen des Landes noch wenig entwickelt. Dies erlaubt authentische Begegnungen und eine Reiterreise mit wahrem Abenteuercharakter, fernab von Luxus und Massentourismus.
Ihre Reitführer lebt seit einigen Jahren in der Schweiz, führt aber zwei bis vier Mal eine Reitergruppe durch sein Heimatland. Die Pferde leben frei in der Steppe und werden von Familienangehörigen betreut. Da es sich um ein Familienunternehmen handelt, profitieren Sie von vielen Kontakten zu Einheimischen und gewinnen einen sehr guten Einblick in die Gebräuche dieses unbekannten Landes. So übernachten Sie auch oft bei befreundeten oder verwandten Hirtenfamilien, die Sie mit grosser Gastfreundschaft willkommen heissen. In den Sommermonaten leben die irtenfamilien noch immer in Jurten auf den Almen. In den Tälern durchreiten Sie dagegen einige Dörfer, in denen Sie ebenso bei Einheimischen übernachten. Die Route führt von Tash Rabat im Süden des Landes nahe der chinesischen Grenze bis nach Kalinovka im Norden an der kasachischen Grenze. Dazwischen liegen mehrere über 3.000 m hohe Bergpässe, die es zu überqueren gilt. Die Landschaft reicht von blühenden Almwiesen über Steppe bis hin zu grünen Tälern, die von hunderten Bergbächen profitieren. Ein besonderes Highlight ist auch der Steppensee Son Kul auf ca. 3.000 m Höhe vor malerischer Bergkulisse.

Tourenverlauf:
1. Tag:
Ankunft am Flughafen und Fahrt nach Bishkek in Ihr Hotel per Taxi.
2. Tag: Nach dem Frühstück werden Sie um ca. 10 Uhr im Hotel abgeholt. Autotransfer nach Tash Rabat nahe der chinesischen Grenze, dem Ausgangspunkt Ihrer Reittour (ca. 5 Stunden). Tash Rabat ist eine ehemalige Karawanserei der Seidenstrasse, bestehend aus einer gemauerten Herberge, die auch als Warenlager und Handelsplatz diente. Sie besuchen die mythische Stätte. Erster Kontakt mit den Pferden, Übernachtung im Jurtencamp von Omurbek und seiner Familie, Mitglieder des CBT (Comunity Based Tourism, Konzept zur Entwicklung des Tourismus bei Einheimischen).
3. Tag: Grosser Aufbruch zu Pferd in Ihr Abenteuer! Durch eine grüne Schlucht führt Sie Ihr Weg am Bach entlang und immer weiter hinauf in die Berge. Dabei werden Sie vom Pfeifen der Murmeltiere begleitet, die beim Eintreffen der Reiter rasch in Ihre Löcher verschwinden. Auf dem Pass Pass Kulak auf 3.390 m angekommen, erwartet Sie ein grandioser Blick auf eine gigantische Felswand, die aus dem saftigen Grün emporragt. Sie durchreiten die Schlucht auf der anderen Seite des Passes und erreichen eine schöne Alm, wo Sie heute Ihre Zelte aufschlagen. Sicher begegnen Ihnen einige Pferde- und Rinderherden unterwegs und am Camp.
4. Tag: Der heutige Reittag führt Sie über grüne saftige Wiesen mit vielen traumhaften Ausblicken auf ockerfarbene und rote Berge, die von der Sonne in ein magisches Licht getaucht werden. Sie überqueren u.a. den Pass Bay-Bitché auf 3.102 m.ü.M. Wunderschön sind auch die vielen Wildblumen, die überall auf den Almwiesen wachsen. Der Abstieg ins Tal führt über einen schmalen Hirtenpfad. Wieder wird der Blick frei auf rote Berghänge, bis Sie schliesslich Ihr Camp im Flusstal erreichen. Die Oase Mazar bietet viel Wasser und saftiges Gras für die Pferde.
5. Tag: Sie folgen weiterhin dem Flusstal, das jedoch nur noch in Ufernähe grün ist. Ansonsten erinnert die malerische, aber trockene Landschaft mit den kargen Bergen ringsum stark an den marokkanischen Atlas. Nach einem langen Ritt im heissen Tal erreichen Sie schliesslich den Ort Tian-Shan, umgeben von grünen Äckern. Sicher begegnen Sie auch einigen Bauern bei der Feldarbeit. Unweit des Ortes überqueren Sie über eine Brücke den Fluss Naryn, einen der grössten Flüsse des Landes. Ziel ist das Heimatdorf Ihres Gastgebers, wo Sie im Haus seines Bruders übernachten. Am Abend haben Sie Gelegeneit zu einem Besuch der örtlichen "Banja" (eine Art Schwitz- und Waschhütte).
6. Tag: Vom Dorf geht es durch eine weite Ackerlandschaft bis zu einem idyllischen Flusstal. Unterwegs sehen Sie mehrere Grabmale und Tempel, die die Nähe zum Orient deutlich machen. Nach dem langen Ritt tags zuvor, erreichen Sie heute bereits am frühen Nachmittag Ihr Zeltlager für die Nacht. Am Nacmittag können Sie im Fluss und in der Sonne baden und die schöne Gegend erkunden.
7. Tag: Heute erwartet Sie erneut ein langer Reittag. Am Morgen brechen Sie in Richtung des Sees Son Kul auf. Dieser liegt mehr als 1.000 m höher auf einer weiten Hochebene. Zunächst folgen Sie dem Flusstal durch einen felsigen Fichtenwald. Nach dem Picknick erfolgt dann der steile Aufstieg über einen schmalen Hirtenpfad. Nach einem anstrengenden Aufstieg erreichen Sie eine schöne alpine Alm mit Blick auf die Berge. Von hier aus ist es nur noch ein "Katzensprung" bis zu den hochgelegenen Steppen am Son Kul. Bald schon erblicken Sie den türkisblauen See in der Ferne. Bis zum Ufer passieren Sie einige Jurten und treffen auf viele Tiere, die frei durch die Steppe ziehen. Ein letzter Galopp über die weite Steppe bringt Sie schliesslich zu Ihrem Ziel, einer Jurte unweit dem Seeufer, die einer befreundeten Familie gehört. Bei warmem Wetter können Sie im Son-Kul auf 3.013 m.ü.M. ein Bad geniessen.
8. Tag: Am Vormittag zeigen Ihnen die Hirten Ihne traditionellen Riten, bei denen die Pferde eine wichtige Rolle spielen: Ulak-Tartysh (Bozkachi), Kyz-Kumay (Rennen der Verlobten) und Udarysh (Kampf zu Pferd). Anschliessend unternehmen Sie einen kürzeren, aber flotten Ritt durch die Steppe, entlang dem See. Diese ist überzogen von zahlreichen Edelweiss. Grosse Herden von Pferden, Ziegen, Rindern, Schafen und Yaks streifen durch die Steppe und Seemöven ziehen Ihre Kreise in der Luft. Bei Sonnenschein spiegeln sich die oft mit Schnee bedeckten Berge am gegenüber liegenden Ufer im Wasser, ein magischer Anblick! Übernachtung in einem Jurtencamp erneut in Seenähe.
9. Tag: Am Vormittag verlassen Sie die Steppe und folgen der Steilküste am nordwestlichen Ufer. Über schmale Pfade und durch kleine Buchten geniessen Sie einen wunderschönen Ritt mit Seeblick. Nach dem Picknick verlassen Sie den Son-Kul schliesslich über den Pass Tuz-Ashu auf 3.300m.ü.M., von wo Sie eine fantastische Aussicht auf den See zur einen Seite und auf die rotbraunen weiten Berge zur anderen Seite haben. Abstieg durch blühende Wiesen bis zu einem üppig grünen Flussufer, wo Sie Ihre Zelte aufschlagen.
10. Tag: Sie folgen einem Pfad durch ein idyllisches grünes Flusstal. Dabei durchqueren Sie mehrmals das Wasser, was die Pferde souverän meistern. Anschliessend geht es steil hinauf in die Berge und Sie geniessen wieder einen weiten Ausblick. Durch endlose grüne Berghänge führt Sie ein scmaler Trampelpfad, den die Hirten und Tiere im steilen Gelände benutzen. Schliesslich steigen Sie in ein karges Tal ab, das zum Galoppieren einlädt. Nur kleine Büsche durchziehen die Ebene. Übernachtung im Dorf Ak-Utchuk (Region Kochkor) bei Djenish und Bekin. Ihre Unterkunft am Flussufer bietet eine eigene Banja und auf dem Speiseplan steht eine kirgisische Spezialität: Manthis, mit Fleisch oder Kartoffeln gefüllte und im Dampf gegarte Teigtaschen.
11. Tag: Sie folgen der Ebene, die von Dörfern und Äckern geprägt ist. Einige BÄche durchziehen die landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die meisten Dorfbewohner, wenn Sie nicht Hirten sind, haben noch eine Kuh, ein, zwei Pferde, einen Hund und ein paar Hühner. Hin und wieder begenet man freilaufenden Kälbchen oder auch Eseln. Prunkvoll sind die kleinen Moscheen und die orientalisch anmutenden Grabstätten. Bald wird die Landschaft felsiger und karger, bevor es am Ende des Tages über die weite Steppe wieder in die Berge geht. Übernachtung in einem Jurtencamp oder im Zelt bei einer Hirtenfamilie.
12. Tag: Unweit des Jurtencamps beginnt eine spektakuläre Bergwelt. Ein schmaler Trampelpfad führt Sie oberhalb einem tiefen Flusstal den grünen Bergrücken entlang. Zahlreiche Alpenblumen wachsen wieder am Wegesrand. Sie steigen langsam, aber sicher auf und erreichen endlich den berühmten Pass Chamshi auf 3.573m.ü.M., mitten in einer Mondlandschaft, von wo aus Sie eine atemberaubende Aussicht geniessen. Der Pass bildet die Grenze zwischen zwei Regionen: Chuy und Kochkor. Nach dem steilen Abstieg zu Fuss geniessen Sie Ihr Picknick am Bachufer. Anschliessend geht es weiter berab über saftige Almen, durchzogen von vielen Bergbächen. Immer weider führt der Weg durcs Wasser, bis Sie schliesslich tief in die Schlucht hinabsteigen und dem tosenden Flusslauf ins Tal folgen. Der Weg wird nun von lichtem Tannenwald gesäumt. Übernachtung am Flussufer mit schönem Blick auf die grünen Berge.
13. Tag: Über einen letzten Bergkamm führt Sie Ihr Ritt über üppig blühende Almwiesen bis zum Hof Ihrer Gastgeber in Kalinovka, wo Sie übernachten.
14. Tag: Nach dem Frühstück heisst es Abschied nehmen von der Familie und den Pferden. Sie fahren in die Hauptstadt Bischkek, wo Zeit für Einkäufe auf dem Markt und in Geschäften bleibt. Besonders verbreitet sind Handarbeiten aus Filz. Auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten werden besichtigt. Nach einem Abschiedsessen im Restaurant werden Sie zu Ihrer Unterkunft gebracht.
15. Tag: Transfer zum Flughafen und Abreise.

Der zweite Termin wird in umgekehrte Richtung geritten, von Kalinovka nach Tash Rabat.

Ein Fahrzeug begleitet die Tour an den meisten Tagen. Es transportiert Ihr Gepäck und trifft die Reiter für das Mittagessen.




Über hohe Bergpässe...


...und durch wilde Bergbäche.


Yak am Steppensee.


Hirtenmädchen in der Steppe.

In Kürze

Pferde, Reiten, Zaumzeug

Programm: Trail mit Expeditionscharakter
Termine: Juli/August
Unterkunft: Jurte, Zelt, Pensionen, Privatunterkünfte, teilweise mit Sauna
Verpflegung: Vollpension
Zimmer: DZ
Sprache: Deutsch, Französisch, Russisch
Nichtreiter: a.A.
Min./max. Teilnehmer: 2/10

Wenn Sie das Abenteuer suchen, sind Sie hier richtig: Hohe Bergpässe, spannende Kultur und Exotik ohne grosse Tourismusströme.



Ihre Expertin: Jessica Kiefer

Pferde:  Kirgisische Pferde (Hengste), zuverlässig, ausdauernd und trittsicher. Die meisten sind von kleinerem Stockmass (ca. 140 cm). 

Sattel & Zaum:  Lokale, russische Sättel mit Schaffell- oder Decken-Überzug. 

Reiterfahrung:  Sattelfest in allen Gangarten mit reichlich Geländeerfahrung. Das Tempo ist in den Bergen eher ruhig, aber in den Ebenen wird auch flott galoppiert. Einige Streckenabschnitte sind sehr anspruchsvoll (felsig, steil, Flussdurchquerungen etc.) Da Sie auf bis zu 3.500 m.ü.M. reiten, sollten Sie körperlich sehr fit sein, sowie schwindelfrei! 

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