Hannoveraner

Hannoveraner werden hauptsächlich in Nieder-sachsen/ Deutschland gezüchtet, sind in Europa stark verbreitet, finden aber auch auf anderen Kontinenten ihre Liebhaber. Das Stockmaß liegt bei 160-170 cm, alle Grundfarben und Abzeichen sind vertreten, Haupteinsatzgebiet ist der Dressur- und Springsport.

Die Anfänge der gezielten Zucht lassen sich bis in das 15. Jh. zurückverfolgen. Seitdem wird der Hannoveraner für Landwirtschaft, Militärdienst oder den Sport gehalten und gezüchtet. Pferdezucht in Hannover war eine wesentliche Existenzgrundlage der Bauern. Großen Einfluss hatten Vollblütern und Trakehnern sowie die Gründung des Landgestütes 1735, mit der die zentrale Registrierung von Bedeckungen und Abfohlungen eingeführt wurde. Der Hannoveraner ist mit rund 19.000 eingetragenen Zuchtstuten und 420 Hengsten eine der bedeutendsten Pferderassen der Welt und übt maßgeblichen Einfluss auf viele andere Warmblutzuchten aus. Schaufenster der Zucht sind heute die beliebten Verdener Auktionen.

Der Hannoveraner ist ein typisches modernes Sportpferd im Rechteckformat. Das Zuchtziel wird mit "Ein für alle Zwecke geeignetes, edles, korrektes, großrahmiges Warmblutpferd mit gutem Temperament und Charakter" beschrieben. Die Auslegung ist recht breit, so dass heute durchaus verschiedene Linien von Hannoveranerzuchten existieren.

Der Hannoveraner zeichnet sich durch ein exzellentes Gangwerk aus, ist gelehrig, ausgeglichen aber auch temperamentvoll. Als Rassemerkmale erwünscht sind Intelligenz, guter Charakter (umgänglich, aber sensibel, unkompliziert), gutes Temperament (ausgeglichen, nervenstark, wach), hohe Leistungsbereitschaft (lernfähig, mutig und einsatzfreudig) und hohes Leistungsvermögen. Ziel ist ein Pferd, das willig und aufmerksam an den Hilfen steht, sich aus aktiver Hinterhand und bei elastisch schwingendem Rücken im natürlichen Gleichgewicht bewegt sowie Takt, Losgelassenheit und Anlehnung erkennen lässt.