Italien Reittour | Übersicht Reitangebote

 

ETR008

Etrusker- Abenteuer- Ritt





Qualifikation

Auf den Spuren nobler Herren und Banditen (8 Tage)

Auf den Spuren nobler Herren und gefürchteter Banditen entführt Sie diese Reittour durch die sonnige Toskana hinein ins finstere Mittelalter und die Zeit der Etrusker. Reiten Sie auf dieser Reittour auf jahrhundertealten Etrusker- und Römerstrassen durch die einzigartige Tuffsteinregion der Maremma, vorbei an historischen Grabstätten und durch archäologische Parks. Erleben Sie zu Pferd einen der beeindruckendendsten und ursprünglichsten Landstriche Italiens und ganz nebenbei tauchen Sie ein in die Geschichte. Die Reittour beginnt im Süden der Toskana, der grösste Teil der Reise führt jedoch durch das Latium.

1. Tag: Ankunft gegen Abend im Agriturismo Vecchio Fienile, wo Sie vor der Tourbesprechung und dem Abendessen mit einem Aperitif empfangen werden.

2. Tag: San Valentino - Proceno
Gegen 10 Uhr geht es entlang des Flusses Lente los, der Sie bis ins Festungsdorf Castel'Ottieri führt (Ottieri war eine vornehme Familie, die im Mittelalter sehr einflussreich war). Vor dem Picknick reiten Sie hinauf, um das mittelalterliche Dorf zu besichtigen. Am Nachmittag verlassen Sie den Wald und geniessen einen Ritt über breite Wege, die zu schönen langen Galoppaden einladen. Sie geniessen die Aussicht auf weite Hügel bis zum mittelalterlichen Proceno. Dorthinn gelangen Sie über verschlungene Pfade, die Sie durch duftende Büsche führen. Die Nacht verbringen Sie in dem wunderschönen Schloss Proceno, das einer jahrhundertealten Familie aus Ferance gehört. Gerne werden die Schlossherren Sie zu einer Besichtigung einladen. Wer möchte, kann vor dem köstlichen Abendessen noch im Pool entspannen. Reitzeit: ca. 4,5 Std.

3. Tag: Proceno - Selva del Lamone

Nach dem Frühstück überqueren Sie zunächst den Fluss Stridolone um dann das beeindruckende Anwesen von Montorio zu durchreiten, das 2.500 Hektar umfasst und im Besitz eines Mussolini-Neffen steht. Wilde Pfade führen zunächst durch den mediterranen Wald. Weiter geht es zwischen Feldern und bunt blühenden Wiesen hindurch, wo viele Möglcihkeiten zum Traben und Galoppieren bestehen. Mittagsrast nähe San Quirico. Nachmittags setzen Sie Ihren Ritt zum Anwesen von Mezzano fort um den Tag im finsteren und geheimnisvollen Selva del Lamone ausklingen zu lassen. Dieses unbeschreibliche Waldgebiet stellt einen einzigartigen Nationalpark dar und wurde vor Urzeiten durch einen Vulkan - dem heutigen Bolsenasee - gebildet. Unzählige herausgeschleuderte Steine liegen überall auf dem Waldboden verteilt. Der dichte schattige Wald bietet Vögeln und anderen Wildtiern einen idealen Lebensraum. Sie nächtigen in einem Agriturismo am Rande des Sees von Mezzano. Etwa 6 Stunden im Sattel.

4. Tag: Selva del Lamone - Vulci
Sie reiten heute zu den Ruinen der etruskisch-römischen Stadt Castro. Zuvor geht es aber weiter durch den geheimnisvollen Selva del Lamone. Sie befinden sich dabei auf dem "Sentiero dei Briganti" (Pfad der Banditen), und in dem urigen Wald ist es leicht, sich die Überfälle der Wegelagerer auf vorbeiziehende Kutschen vorzustellen. Weiter reiten Sie durch Olivenhaine und blühende Wiesen und geniessen den Ausblick auf die sanfte Hügellandschaft. Am Mittag erreichen Sie die Ruinen der einst bedeutenden Stadt Castro, die im späten Mittelalter auf Anweisung des Papstes völlig zerstört wurde. Anschliessend reiten Sie über die schmale, in Tuffstein gehauene Etruskerstrasse hinunter zum Picknicksplatz neben einer Pilgerkirche. Nach dem leckeren Mittagspicknick durchqueren Sie das Anwesen des Prinzen von Torlonia bis Sie zum hübschen Schloss Castello dell' Abbadia kommen. Hier überqueren Sie die sogenannte Teufelsbrücke, eine schmale hohe Etruskerbrücke, die über den idyllischen Fluss Fiora führt. Nun sind Sie am Park von Vulci angekommen, einer archäologischen Fundstätte, in dem sich 5% aller jemals entdeckten etruskischen Grabstätten befinden. Vulci war einst eine der grössten Etruskerstädte Italiens und umfasste rund 80 ha Fläche. Übernachung in einem nahegelegenen Agriturismo. Reitzeit: ca. 5-6 Std.

5. Tag: Park Vulci zu Pferd
Heute zeigt Ihnen ein spezieller Führer zu Pferd den beeindruckenden archäologischen Park Vulci und die etruskischen Gräber. Sie reiten entlang der gut erhaltenen Römerstrasse, vorbei an den Ruinen von Thermen, Tempeln und einer riesigen römischen Villa. Von hier geht es über den Fluss Fiora zu den etruskischen Gräbern, von denen Sie das Wichtigste ("Tomba Francois") besichtigen. Weiter führt der Ritt hinunter zum Fluss, der an einer Stelle einen kleinen idyllischen See mit Wasserfall bildet. Die Pferde plantschen gerne in dem flachen Gewässer. Anschliessend reiten Sie zum Restaurant des Parks, wo Sie heute zu Mittag essen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung: Sie können entweder das etruskische Museum im Schloss besichtigen, den Park zu Fuss durchstreifen oder ausgestreckt im Schatten einer Eiche am Fluss Fiora ein gutes Buch lesen und das Plätschern des Wasserfalls geniessen. Etwa 3 Std. im Sattel.

6. Tag: Vulci - Selva del Lamone
Sie verlassen Vulci über weite gelbe Felder. Heute geniessen Sie wieder schöne Galoppaden über breite Wege. Sie folgen dem Fluss Fiora zunächst durch Pferde- und Rinderweiden, später im Wald, wo Sie im Schatten Ihr Picknick geniessen. Am Nachmittag reiten Sie über malerische Felder und typische toskanische Hügel bis Sie wieder an den Ausgangspunkt der geheimnisvollen etruskischen Strasse von Castro gelangen, die Sie nun in entgegengesetzer Richtung wieder hinauf reiten. Die Strasse war einst der einzige Weg nach Castro und liegt versteckt zwischen Felsen und Wald. Weiter geht es über breite Feldwege über den Pfad der Banditen, der Sie zurück in den Selva del Lamone führt. Sie entlassen die Pferde auf die Weide und fahren zur Übernachtung erneut in den Agritourismo am Mezzano See. Ca. 6 Stunden im Sattel.

7. Tag: Selva del Lamone - Sorano
Sie reiten heute durch das Anwesen von Mezzano. Mittagsrast halten Sie in Vitozza (nahe San Quirico), einer antiken etruskischen Nekropolis, wo Sie die Überreste einer romanischen Kirche besichtigen, sowie eine Festung derselben Epoche. Charakteristisch für Vitozza sind über 200 Höhlen, die noch im 20. Jahrhundert von den Einwohnern von S. Quirico bewohnt wurden. Nach dem Mittagessen in Vitozza reiten Sie über einen schmalen historischen Pfad hinunter zum Fluss Lente. Sie befinden sich im archäologischen Park "Città del Tufo" (Tuffsteinpark). Ein wilder Pfad führt oberhalb des Flusses durch den urigen Wald bis zu dem malerischen Sorano, das weit oben auf den Felsen trohnt. Sie überqueren den Fluss um auf der anderen Seite erneut einen abenteuerlichen Etruskerpfad zu erklimmen. Weiter geht es durch Olivenhaine, Wiesen und den hügeligen mediterranen Wald, durch den Sie schliesslich zurück zum Stall gelangen. Hier verabschieden Sie sich von den Pferden und fahren ein kurzes Stück zum idyllischen Agriturismo Castel Sereno, wo früher Mönche gelebt haben. Zwischen Olivenbäumen und sonnigen Feldern lässt es sich vor dem Abendessen wunderbar entspannen. Reitzeit: ca. 5-6 Std.

8. Tag: Nach dem Frühstück treten Sie die Heimreise an.



 


Unterwegs auf schmalen Etruskerpfaden

 


Am idyllischen Fluss Lente

 


Siesta im Schatten der Oliven

 

In Kürze

Pferde, Reiten, Zaumzeug

Programm: Reittour
Termine: April bis Oktober
Unterkunft: Schloss, Agriturismo, Hotel
Verpflegung: VP
Zimmer: DZ, EZ
Sprache: Französisch, Englisch, Italienisch
Nichtreiter: nein
Eigenes Pferd: nein
Min./max. Teilnehmer: 4-10



Ihre Expertin: Jessica Kiefer

Pferde:   zuverlässige italienische Kleinpferde und Araber(-kreuzungen), flott vorwärts gehend.

Sattel& Zaum:   Englische und Trekkingsättel, Wassertrense

Reiterfahrung:   Sie sollten in allen Gangarten sicher sein, auch im Gelände. Das Gelände ist anspruchsvoll, mit teils schmalen schwierigen Pfaden. Nicht für ängstliche Reiter. Wo es das Gelände erlaubt, gibt es lange Galoppaden und Trabstrecken. Maximal 40 km pro Tag.

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