Welsh Pony und Welsh Cob

Von den in Wales, Großbritannien beheimateten Welsh Ponys gibt vier verschiedenen Typen: Welsh Mountain Pony, Welsh Pony, Welsh Pony im Cob-Typ und Welsh Cob. Die letzten beiden Typen treten am häufigsten auf, sind extrem kräftige, aktive Tiere, mächtige Springer, mutig, arbeitswillig und dabei von so angenehmem Charakter und Temperament, wie es alle britischen bodenständigen Ponys sind. Das Welsh Pony vom Cob-Typ (Sektion C) erreicht bis zu 137 cm, der Welsh Cob (Sektion D) mindestens 145. Gezüchtet werden sie einfarbig, mit charaktervollem Ponykopf, bei dem grobe Züge und Ramskopf unerwünscht sind.

Die Bewegung sollte frei, gerade und vorwärtsstrebend sein, wobei die Knie zumindest im Trab gut angezogen werden müssen, was doch recht spektakulär aussieht. Die Sprunggelenke der Hinterhand werden tief unter den Körper gesetzt. Die Pferde sind Allrounder, auf Grund ihrer Intelligenz und Trittsicherheit geeignet fürs Reiten und Fahren. Die stets draußen lebenden Tiere sind außerdem willig, aktiv und freundlich und somit auch für Kinder gut geeignet.

Die Welsh Cob-Typen (C+D) entstammen sehr alten Rassen, die sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen. Die genaue Herkunft ist unklar, offensichtlich hat aber das Welsh Mountain Pony großen Einfluss gehabt. Die Cobs sind schon seit Jahrhunderten beliebte Familienponys und gehören zum Leben von Wales dazu. Sie sind stark genug, um in der Landwirtschaft zu helfen, den Pflug zu ziehen, im Geschirr zu gehen, als Transporthelfer vor dem Wagen oder unter dem Sattel zu dienen. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte Deutschland etliche Cobs gekauft und setzte sie während des Krieges, ebenso wie die britische Armee, ein.

Die auffallendste Gangart des Cobs war schon immer der Trab, und noch heute betrachten manche Züchter den Galopp mit einiger Vorsicht. Seit 1918, als die Hengst-Lizenz eingeführt wurde, suchte man die Zuchttiere mit einer ganz einfachen Methode aus: Man ließ sie Trabrennen über lange Distanzen laufen. Die Einflüsse der Rassen mit hoher Knieaktion - wie Hackney und Yorkshire Coach Horse -waren mit Sicherheit sehr groß. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten nur noch drei Hengste des Sektion-C-Cobs, aber die Zucht konnte glücklicherweise gerettet werden und erfreute sich im Laufe der Zeit großer Beliebtheit. Sektion-D-Cobs wurden mit Vollblütern gekreuzt. Das ergab hervorragende Hunter und hochqualifizierte Showpferde, die eine besondere Veranlagung für die Dressur zeigen. Cobs werden zwar bis nach Australien und Neuseeland verkauft, erreichen aber noch nicht die große Beliebtheit ihrer kleinen Verwandten, den Welsh Mountain Ponys und den Welsh Ponys.