Vollblutpferd

Das Vollblut gilt seit jeher auf der ganzen Welt als das schnellste Pferd, daher als das Rennpferd überhaupt, dabei wird es als eigenständige Rasse noch gar nicht so lange anerkannt. Es ist mutig und temperamentvoll, tritt in allen Grundfarben auf, misst 163 -170cm und wird außer im Renn- auch im Reitsport eingesetzt. Als Merkmale werden ein eleganter Kopf, ein langer Hals mit gut gelagerter Schulter, ein hochstehender Widerrist und ein seidiges Fell verlangt. Vollblüter finden auch Verwendung zur Einkreuzung in andere Rassen. Die beiden "XX" hinter dem Namen des Pferdes lassen erkennen, dass es sich um ein Englisches Vollblut handelt.

Die Rasse entstand im 17. Jahrhundert in England durch Kreuzung der schnellsten einheimischen Stuten mit Arabern, Berbern und auch Türken. Drei Hengste aus Arabien - benannt nach ihren Besitzern Thomas Darley, Lord Godolphin und Captain Robert Byerly - hatten dabei besonderen Einfluss auf Geschwindigkeit und Leistung: Byerley-Turk gefolgt von Darley-Arabian, dem Urahn von Eclipse dem berühmtesten Rennpferd aller Zeiten, und Goldolphin-Arabian. Mit ihrer Fähigkeit, Gewicht bei hoher Geschwindigkeit über sehr lange Distanzen zu tragen, eröffnete sich eine neue Dimension im Rennsport. Den Höhepunkt erreichte die Rasse um 1850, als der Export der Pferde florierte.

James Weatherby stellte eigene Forschungen an und veröffentlichte 1791 die erste Ausgabe des Allgemeinen Stutbuchs, mit 387 Stuten, deren Abstammung bis zu Eclipse zurück verfolgt werden konnte. Dieses Zuchtbuch ist nach wie vor bei Weatherby & Sons, im Sekretariat des Englischen Jockey Clubs ausgelegt. Das erste Amerikanische Stutbuch erschien 1873, dank Colonial Sanders D. Bruce, der in seiner Freizeit amerikanische Stammbäume durchsuchte. Bis zur Übergabe an den Jockey Club 1896 stellte er 6 Bände zusammen. Wegen der großen zu registrierenden Datenmengen wurde vom Club ein Computerprogramm aufgebaut, das heute eines der fortschrittlichsten des Landes ist.