Saddlebred
Geschichte
Das Amerikanische Pferd wurde 1776 erstmalig in ofizieller Regierungskorrespondenz
erwähnt. Es ist bestätigt, dass das Pferd von Paul Revere
auf seinem berühmten Ritt ein Narraganset Pacer war, eine Rasse,
die bedeutend für die Zucht der Saddlebred war. Ebenso ritten
die Farmer und Frontkämpfer im Revolutionskrieg das Amerikanische
Pferd. Amerikanische Pferde begleiteten die Pioniere in den Spuren
Daniel Boones durch Cumberland Gap nach Kentucky. Dadurch wurde Kentucky
zu einem größeren "pferdeproduzierenden" Staat.
Im Krieg 1812 zogen die berittenen "Kentuckians" auf ihren
Pferden in den Kampf gegen die Briten und deren allierten Indianer.
Nach diesem Krieg wurde die Reitpferdezucht
in Kentucky zur Priorität. Die Tiere spielten ein größere
Rolle in der Besiedelung des oberen Ohio-Tals. Auf dem Weg durch Tennessee,
Mississippi, Missouri wurden Pferde aus Ohio, Indiana, Illinois, Iowa,
und Tennessee in die Zucht eingebracht. Missouri stritten sich mit
Kentucky um die besten Pferde und pflegen zu sagen: "Wenn Kentucky
das Saddle Horse züchtete, dann machte Missouri dieses besser."
Pferdeshows wurden zu einer beliebten
Unterhaltung in der Öffentlichkeit. Die erste aufgezeichnete
fand 1817 in Lexington, Kentucky statt, obwohl mit Sicherheit schon
früher welche stattfanden.
Der Hengst Denmark wurde zum Gründungsvater der Rassen, geboren
1839.
Zur Zeit des Mexikanischen Krieges 1846, war das Saddlebred bereits
eine etablierte Rasse. Ganze Kompanien amerikanischer Freiwilliger
aus Kentucky und Missouri kämpften vom Rücken dieser Pferde
aus.
1856 hielt St. Louis, die größte Stadt westlich des Mississippi,
seine erste große Messe ab, die die erste bundesweite Pferdeshow
umfasste.
Das Amerikanische Saddle Horse gewann
Ehre durch seinen Einsatz im Bürgerkrieg 1961-1865. Die von berühmten
Generälen gerittenen Pferde hießen Traveller, Cincinnati,
Lexington und Little Sorrell und waren amerikanische Pferde, die Vollblutkreuzungen
ähnelten. Da die besten Pferde der Kavallerie meist in Privatbesitz
waren, konnte die Rasse erhalten bleiben. Nach dem Krieg lebte die
Messe in St. Louis wieder auf. Alle Rassen gewannen ihre Wettkämpfe,
doch um 1870 erzielten die Denmarks Dominanz.
Wegen der gestiegenen Popularität
und dem Verkaufswert des Saddlebreds wuchs in den 1880ern der Ruf
der Züchter nach der Gründung eines Zuchtregisters. Charles
F. Mills of Springfield, Illinois, begann mit der Aufzeichnung von
Abstammungen. Am 07.04.1891 rief das The Farmers Home Journal,
veröffentlicht in Louisville, Kentucky, eine Versammlung ein,
auf der das Register eingeführt wurde ... die erste Pferdezuchtorganisation
in den USA.
Entgegen dem Fakt, dass das American
Saddle Horse zu dieser Zeit hauptsächlich ein Arbeitspferd war,
war die Rivalität zwischen den Züchtern auf den Pferdeschauen
und insbesondere zwischen den Staaten Kentucky und Mssouri sehr intensiv.
Begabte "Horsemen" bereicherten sich an dem Training der
Pferde für Schauen.
Der rabenschwarze Hengst Rex McDonald
leistete eine großen Beitrag zur Zucht, wurde von der Öffentlichkeit
zum Idol berufen und vom Präsidenten der USA besucht. Der Hengst
Bourbon King, geb. 1900, war ebenfalls eine Sensation. Mit seinen
5 Gängen gewann er bereits als 3jähriger den Meistertitel
auf der Louisville Pferdesschau. Er starb im Alter von 30 Jahren.
Während viele Bewunderer der
Saddlebreds vornehmlich die Schautiere lieben, wurde es nötig
wieder ein Freizeit- und Arbeitspferd zu züchten. Dies führte
zu einer Weiterentwicklung der Zucht.
Andere Rassen, z.B. das Tennessee Walking Horse, Standardbreds, Morgans,
und Araber wetteifern dem Saddlebred in Shows hinterher, ohne ihn
zu erreichen.
Dennoch haben American Saddlebreds
mittlerweile erfolgreich andere Disziplinen bestritten, von der Rinderarbeit
bis zum Springen, der Dressur und dem Gespann fahren.
Richtig trainiert, sind sie in der Lage fast allen Anforderungen gerecht
zu werden und zwar mit Stil.
Die Rasse hat eine lange und stolze
Geschichte, vom Schlachtfeld in Gettysburg zu den Lichtern des Madison
Square Garden, und einem enormen Dienst dazwischen. Dieses ist "The
Horse America Made."