Marwari

Ein drahtiges, hartes, langbeiniges Pferd der Steinwüsten Nordwestindiens, mit der Veranlagung zum Passgang. Sein Stockmaß beträgt ca.1,50 m. Es gibt sie in allen Farben. Sie stammen aus Indien, Staat Marwar (Jodpur) im Nordwesten des Subkontinents. Ihre Herkunft wird Afghanistan zugeschrieben. Ein typisches Wüstenpferd, ähnlich und wahrscheinlich verwandt mit den Pferden Turkmenistans, eng verwandt mit dem Kathiawari.

Ein elegantes, mittelgroßes, kräftiges Pferd, mutig und treu nicht nur auf dem mittelalterlichem Schlachtfeld. Heute wird es gerühmt für Ritte langer Distanzen, dank seiner kräftigen Beine und Hufe. Heimat ist das Gebiet Malani, einem Teil des Barmer District Marwari, mit den Dörfern Nagar, Gudha, Jasol, Sindhari, Bakhasar und einigen Gebieten von Sanchor Tehsil. Diese Gebiete, so sagt man, sind der Kern der Marwari-Zucht.
In den nahen Pali und Jalore Districts gibt es einige namhafte Züchter. Andere Liebhaber der Marwari nahmen es mit nach Udaipur, Jaipur, Ajmer und selbst Gujarat und Kathiawar sowie andere Distrikte. Eine gute Anzahl Marwari-Pferde kann man auf den Messen in Pushkar, Tilwara und Naguar sehen.

In Rajasthan wird in großen Worten von den Marwari gesprochen - von ihren Heldentaten. Zwei der berühmten Pferde sind "Chetak" von Maharana aus Pabuji und Veer Durga Dasji's Pferd "Arbud".
Der weltbekannte Polospieler Maharaj Prem Singh aus Jodhpur erwähnte in seinem Artikel
"Great men and their great horses" einige gute Poloponies und Tongaponies für lange Distanzen. Ihm zufolge partizipierte das Marwari Pferd im "Pig sticking" und im Polo zusammen mit Vollblutpferden.

Der Ursprung der Rasse ist chwer nachzuvollziehen. Zweifellos steckt in ihm Araberblut, gemischt mit turkmenischen Pferden, die die Armee von Alexander mitbrachte. In der Zucht der Pferde, für die Krieger im Mittelalter, achtete man auf die Überlebensfähigkeit in schwierigen, trockenen Terrain. Widerstandfähigkeit bei Hitze und Kälte, die Ausdauer für lange, schnelle Ritte und harte Hufe und Beine standen in der Nachfrage nach einheimischen Pferden für das Schlachtfeld an erster Stelle.

Merkmale:
Kopf: relativ lang und weit zwischen den Augen, mit einem flachen, mittelgroßem Maul.
Gesicht: lang, flach und breit mit leichter Stirn, mit großen, weit auseinanderliegenden Augen, die die Intelligenz reflektieren, gut bemuskelter Hals
Widerrist: mittelhoch, wohl geformt, gleichhoch oder 1-2 m höher als die Kruppe
Brust: breit, tief, die Muskeln bilden ein umgedrehtes V zwischen den Beinen.
Rücken: kurz und kräftig, weiter Brustkorb, der Bauch ist länger als der Rücken, kräftige Hinterhand
Größe: 155 cm Hengste (145 -169 cm), 153 cm Stuten (142 -163 cm)
Farben: große Palette an Farben insbesondere diverse (dunkle) Braunschattierungen, Falben, Grau-, Fliegenschimmel, Schecken.