Cayuse Indianer Pony
Rinderfarmen,
Schießereien und die US-Kavallerie trugen zur Aufregung im alten
Westen bei, das Wildpferd wurde jedoch zum Symbol des Westen und stand
für Freiheit, Überlebens- und Widerstandsfähigkeit. Eines
dieser berühmten Pferde ist das Cayuse Indianer Pony, eine Rasse
aus dem Nordwesten mit Ursprüngen im 18. Jh. Das klein und stämmige
Pferd hat einen "zuckelnden", kurzen Schritt, den besonders
jüngere Kinder als sehr angenehm und einfach zu sitzen empfinden.
Die Geschichte der Rasse liegt im Dunkeln und ist schwer nachzuvollziehen.
Es wird angenommen, dass das Cayuse Indianerpferd von französischen
Importpferden, besonders den Percherons abstammt, die mit einheimischen,
kanadischen Rassen gekreuzt wurden. Der Percheron war eine gute Wahl,
denn er ist eines der wenigen Arbeitspferde, die über längere
Zeit mühelos traben können. Durch Pferdetausch mit Pawnee
Indianern verteilten sich die Pferde weiter nach Westen und wurde
durch Einkreuzung mit leichteren spanischen Barbs schneller und ausdauernder.
Die französischen Pferde vererbten auch ihre Veranlagung für
Scheckung und weiße Abzeichen, weshalb das Cayuse Indianer Pony
auch in der Züchtung von Appaloosa, Paint und Pinto zum Einsatz
kam.
Heute findet man die seit dem 18. Jh. eigenständige Rasse selten
außerhalb Kaliforniens. Jeff Edwards, Mitbegründer des
Wildpferde- Forschungszentrums in Portville/ Kalifornien versucht
erneut eine Herde aufzubauen, denn nach der Belastung von Weideland
mit giftigen Herbiziden verstarb ein Großteil der Pferde. Mit
einer Gruppe Stuten sieht man zuversichtlich in die Zukunft, erwartet
jährlich mit gemischten Gefühlen die Fohlen und hofft auf
einen Sympathiegewinn der Rasse.