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GAL009-F

Der Jakobsweg zu Pferd: Reiten auf dem Französischen Jakobsweg







Qualifikation

Unterwegs auf historischen Pilgerwegen (7-30 Tage)

Der Französische Weg ist der Jakobsweg mit dem größten historischen Erbe und auch der international bekannteste. Sein Verlauf durch den Norden der iberischen Halbinsel wurde um das Jahr 1135 im Codex Calixtinus, einem wichtigen Buch des Kulturgutes des Jakobsweges, festgelegt. Als dieses Buch geschrieben wurde, erreichten die Pilgerfahrten ihren Höhepunkt und der Französiche Weg seinen grössten Zustrom - wenn man von der Gegenwart absieht. Santiago de Compostela wurde und ist Ziel für Pilger der ganzen christlichen Welt.

Der Französisische Jakobsweg beginnt in Galizien bei O'Bierzo und steigt bis zum Gebirgspass von Cebreiro (1300m) in der Provinz von Lugo hinauf. Von diesem Punkt aus muss nur noch etwa 150 Kilometer geritten werden um Santiago de Compostela zu erreichen. In Roncesvalles beginnt die 30-tägige Reittour, in Logroño die 21-tägige, in Astorga die 10-tägige und in Cebreiro schliesslich die 7-tägige. Jeden Tag legen Sie zu Pferd ca. 30-35km zurück und verbringen 6-7 Stunden im Sattel.
Die Termine beziehen sich jeweils auf die 7-tägige Strecke. Die längeren Reittouren beginnen die entsprechende Anzahl an Tagen früher. Letzter Tag ist immer der Endtermin der Touren.


Tourenverlauf ab Cebreiro:

Cebreiro ist ein Dorf mit prähistorischer Tradition, das sich schweren klimatischen Bedingungen angepasst hat. Dieses Dorf ist auch ein wichtiger ethnografischer Ort, in dem man einige kleine Häuser mit Strohdächern (pallozas) besichtigen kann, die den Nordwesten der Iberischen Halbinsel kennzeichnen. Von Cebreiro, wo Sie eine Nacht in einem einladenden Hotel verbringen, führt der Weg durch Berge und über offenes Land bis zu den Bergketten von Os Ancares und O'Courel.

Nachdem Sie den Gebirgspass von O'Poio (1337m, maximale Höhe des Französischen Weges in Galizien) erreicht haben, fängt der sanfte Abstieg nach Fonfría an. Von hier erreichen Sie bei herrlich schöner Aussicht Triacastela. Weiter reiten Sie Richtung Samos und durchqueren dabei eine wunderschöne Landschaft, durch die sich der Fluss Sarria schlängelt. Sie passieren idyllische Dörfer wie San Cristovo und San Martiño. Die Reittage verlaufen zumeist so, dass Sie am späten Vormittag eine kleine Pause einlegen, bevor Sie mittags in einem guten Restaurant einkehren (selten gibt es auch einmal ein Picknick in freier Natur). Nachmittags geht es dann weiter, evtl. gibt es auch nochmal eine Pause bevor Sie den Zielort erreichen. Heute wäre das Samos, wo Sie in einer schönen Unterkunft übernachten.

Am nächsten Tag gelangen Sie nach Sarria, dem grössten Ort auf dem Französischen Weg in Galizien (mit mehr als 7000 Einwohnern). Hier gibt es ein sehenswertes Kloster, das als eines der ältesten Klöster des Abendlandes gilt. Über eine alte Brücke brechen Sie in Richtung Barbadelo auf. Bevor Sie jedoch Barbadelo erreichen, durchqueren Sie einen der schönsten Eichenwälder der Strecke. Durch Wälder, Wiesen und Anbauflächen führt der Jakobsweg weiter zur Gemeinde von Paradela, wo er sich durch schöne Landschaft bis zum Ufer des Flusses Miño fortsetzt. Hier kann man zum ersten Mal auf dem Französischen Weg in Galizien den Anblick von Weinanbauflächen geniessen. Portomarín schliesslich erreicht man über die Brücke des Miño, die am Anfang der 60er Jahre gebaut wurde, um den Stausee von Belesar überwinden zu können. Sie können auch einen Blick auf die Trümmer des alten Portomarín werfen, das durch den Stausee zerstört wurde. Portomarín ist aber dennoch einer der Orte Galiziens mit dem schönsten und reichsten Erbgut, wo Sie auch eine Nacht verbringen.

Über Gonzar reiten Sie weiter nach Castromaior, Ventas de Narón und Lameiros - ein Ort, der bereits zur Gemeinde von Monterroso gehört. Die Strecke führt weiter in die Gemeinde von Palas de Rei, deren Name auf einen entfernten Königspalast zurückzuführen ist. Hier übernachten Sie in einer kleinen, liebevoll geführten Unterkunft.

Über A Ulloa, das unter anderem für seine Milchproduktion und seinen hervorragenden Käse bekannt ist, verlässt der Weg Palas. Bald kommen Sie am Schloss von Cambre an, eines der wenigen galizischen Lehnschlösser, das aus den Kämpfen der "Irmandiños" gerettet werden konnte. Von hier aus und auf dem Weg nach Leboeiro und Furelos, wo man eine mittelalterliche Brücke überqueren muss, führt der Weg durch die Provinz von A Coruña. In Melide, das das geografisches Zentrum Galiziens darstellt und wo Sie die köstlichste Krake nach galizischer Art (pulpo a la gallega) kosten können, geht der Weg durch die Stadt weiter. Direkt nach Melide erreichen Sie Boente, Castañeda und Ribadiso in der Nähe von Arzúa, das ebenfalls für seinen Käse bekannt. Von Arzúa führt Sie der Weg weiter über Wiesen und durch Eichen- und Eukalyptuswälder und umrundet kleine Dörfer wie Calzada, Salceda, Brea und Ría. In Salceda kommen Sie in einer idyllisch gelegenen Salceda unter.

In der Gemeinde von Santiago de Compostela kann man vom Monte de Gozo bereits zum ersten Mal die Türme der Kathedrale von Santiago erblicken.
Nach einer Nacht in einem 4-Sterne-Hotel mit Blick auf Santiago holen Sie sich am nächsten Morgen Ihren Pilgerpass, den Compostelana, in der Stadt ab. Um 12 Uhr besuchen Sie die grosse Messe in der Kathedrale bevor Sie zum nahe gelegenen Flughafen, Bahnhof oder Busbahnhof gebracht werden.

Änderungen vorbehalten.



 



 



 



 

In Kürze

Pferde, Reiten, Zaumzeug

Programm: Reittouren
Termine: April - Oktober
Unterkunft: Landhotels, 4-Sterne-Hotel, Pousadas oder Pazos (Adelssitze)
Verpflegung: VP
Zimmer: DZ
Sprache: Englisch, Spanisch
Nichtreiter: Ja
Eigenes Pferd: Nein
Min./max. Teilnehmer: 4/20

 



Ihre Expertin: Denise Neufeld

Pferde:   Andalusier und spanische Mischungen mit gutem Charakter, ausdauernd und trittsicher.

Sattel& Zaum:   Spanische Sättel und Zaum (auf Wunsch gibt es auch englische, brasilianische oder Westernsättel).

Reiterfahrung:   Das Reittempo auf den Reittouren ist gemässigt. Sie sollten aber aufgrund des teils anspruchsvollen Geländes und gelegentlicher Galopps über genügend Reiterfahrung verfügen und in allen Gangarten sicher sein.

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