Finnland - Reisebericht im Saimaa Seengebiet



Slow Travel im Saimaa Seengebiet Südfinnland

Die drei Tage im Saimaa-Seengebiet in Südfinnland waren geprägt von Natur, Entschleunigung und herzlicher Gastfreundschaft. Die Region bietet ideale Voraussetzungen für einen erholsamen Aufenthalt im Sinne des Slow Travel – fernab vom Alltag und eingebettet in die beeindruckende Seenlandschaft Finnlands. Dabei ist die Region von Lappeenranta schon historisch gesehen von Pferden geprägt. Im Juni hat man zudem die möglichkeit die Mitternachtssonne zu sehen und auch mein Aufenhalt war von den magischen Momenten des Misommars geprägt.
 Die Mitternachtssonne über dem Saimaa See

Ein besonderes Highlight war das Reitangebot. Für Reiterinnen und Reiter aller Erfahrungsstufen stehen verschiedene Pferderassen zur Verfügung, sodass jeder das passende Pferd für seine Wünsche findet – von ruhigen Ausritten durch die Natur bis hin zu temperamentvollen Galoppaden. Mein eigener Ausritt war ausgesprochen flott und bot jede Menge Spaß und Abwechslung. Der Reiterhof machte insgesamt einen hervorragenden Eindruck: Die Pferde leben auf weitläufigen Weiden, die Anlage ist sehr gepflegt und das engagierte Stallteam sorgt mit viel Fachwissen und Leidenschaft für das Wohl der Tiere und Gäste.

Auch die Unterkunft trug maßgeblich zum besonderen Erlebnis bei. Untergebracht war ich in einem traditionellen, finnischen Holzhaus, das mit viel Liebe zum Detail eingerichtet war und eine warme, gemütliche Atmosphäre ausstrahlte. Die direkte Lage am See ermöglichte traumhafte Ausblicke zu jeder Tageszeit. Besonders die Outdoor-Sauna machte den Aufenthalt zu einem authentischen Finnland-Erlebnis und bot die perfekte Möglichkeit, nach einem aktiven Tag zu entspannen. Kulinarisch überzeugte die Reise mit einer kreativen Küche, die finnische Traditionen gekonnt mit internationalen Einflüssen verbindet. Die Gerichte waren abwechslungsreich, hochwertig zubereitet und spiegelten die regionale Verbundenheit ebenso wider wie die Offenheit für moderne Geschmackserlebnisse.



Ein wesentlicher Bestandteil des Aufenthalts war das Konzept des Slow Travel. Statt möglichst viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit zu besuchen, stand das bewusste Erleben der Umgebung im Mittelpunkt. Die Ruhe der Seenlandschaft, die Zeit mit den Pferden, entspannte Stunden am Wasser und die wohltuenden Saunagänge ermöglichten es, den Alltag hinter sich zu lassen und ganz im Moment anzukommen. Die Kombination aus Natur, regionalen Erlebnissen und persönlicher Gastfreundschaft machte deutlich, wie bereichernd langsames und nachhaltiges Reisen sein kann. Das Saimaa-Seengebiet bietet dafür ideale Voraussetzungen und lädt dazu ein die Schönheit Finnlands mit allen Sinnen zu entdecken.

Ein weiterer Höhepunkt war eine Bootstour auf dem Saimaa-See. Vom Wasser aus eröffnen sich einzigartige Perspektiven auf die unberührte Natur, die zahlreichen Inseln und die ruhige Weite des Seengebiets. Die Stille und Gelassenheit der Landschaft machten die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Besonders in Erinnerung bleibt die Gastgeberin, die sich mit großer Herzlichkeit und Aufmerksamkeit um ihre Gäste kümmert. Sie geht individuell auf persönliche Bedürfnisse ein und schafft eine Atmosphäre, in der man sich vom ersten Moment an willkommen fühlt. Zudem war ich glücklich und es gab zu meiner aufenthaltszeit ein Fohlen:

Insgesamt war der Aufenthalt im Saimaa-Seengebiet eine gelungene Kombination aus Aktivität, Naturgenuss, Kulinarik und Erholung, ganz im Sinne des Slow Travels. Wer Finnland authentisch erleben und bewusst entschleunigen möchte, findet hier ideale Voraussetzungen für eine unvergessliche Auszeit.

www.reiterreisen.com/saista.htm

Autor: Franziska Vaas, 2026