PEGASUS - Jubiläumsausritt in den Nordvogesen
50 Jahre Pegasus – ein Grund zum Feiern! Passenderweise zu Pferd. Also mache ich mich Anfang Oktober auf den Weg in die Nordvogesen, wo sich Reitführerin Alice und einige Pegasus-Gäste bereits im gemütlichen Reiterstübchen versammelt haben. Nach Champagner und Kürbissuppe machen wir uns gut gelaunt auf den Weg zu den Pferden, die im offenen Stall auf uns warten. Als Leichtgewicht bekomme ich eine süße kleine Irish-Cob-Stute zugeteilt, die dieses Jahr ein Fohlen bekommen hat. Die kleine „Mona Lisa“ ist super verschmust und erobert schnell unsere Herzen. Aber für den Ausritt muss sie zu Hause bleiben. Alice hat hauptsächlich Irish Cobs, da sie diese Rasse wegen ihrer Gelassenheit sehr schätzt. Tatsächlich sind es sehr liebe und absolut sichere Pferde, die uns ein tolles Wochenende bescheren werden. Am Donnerstagnachmittag reiten wir zwei Stunden lang durch den umliegenden Buchenwald, entlang alter, versunkener Pfade, auf denen einst Schweine in den Wald getrieben wurden, und über wunderschöne schmale Wege. Der Boden ist schön sandig, sodass es überhaupt nicht rutschig ist. Wir ahnen bereits, dass wir in einem echten Reiterparadies gelandet sind. Die Nordvogesen sind mit dem Pfälzerwald verbunden – ein einziges riesiges Reiterparadies! Als wir zurückkommen, steht bereits ein großes, köstliches Salatbuffet für uns bereit, und im Innenhof brennt ein einladendes Feuer, an dem wir nach dem Abendessen zusammensitzen.
Am nächsten Tag brechen wir zu einer zweitägigen Radtour auf. Der Samstag ist ein besonders langer und schöner Tag auf dem Rad. Zunächst fahren wir durch den Wald, vorbei an einem kleinen und einem großen Bunker aus Kriegszeiten, die an einer wichtigen Verteidigungslinie, der Maginot-Linie, liegen. Noch beeindruckender als die Bunker ist meiner Meinung nach eine ganze Reihe gebogener Eisenpfähle, die meterweit in den Boden gerammt wurden, um Panzer und Soldaten abzuwehren. Kein angenehmer Gedanke... Heute ist die Gegend äußerst friedlich. Wir reiten durch idyllische Obstgärten, durch schöne, beschauliche Fachwerkdörfer, durch den Wald und schließlich vorbei an Schloss Falkenstein und imposanten Sandsteinfelsen, die plötzlich meterhoch aus dem Wald emporragen. Unterwegs genießen wir ein köstliches Picknick im Wald mit Käse, Salami und Rotwein. Doch das war nichts im Vergleich zu dem, was uns an unserem Zielort erwartete. Wir stellen die Pferde in einem Reitstall in einem offenen Stall unter. In der Scheune nebenan zaubern die Besitzer einen herrlichen Champagnerempfang mit Salami, herzhaftem Gugelhupf usw. Die herzlichen Gastgeber sorgen für eine tolle Atmosphäre und später machen wir uns gut gelaunt auf den Weg zum örtlichen Hotel. Das Hotel ist sehr komfortabel und das Abendessen von höchster Qualität. Nach all dem Schlemmen schlafen wir tief und fest in den bequemen Betten.
Am nächsten Tag erwartet mich ein weiteres neues Pferd, das per Anhänger hergebracht wurde. Es ist ein kleiner 5-jähriger Schimmel. Trotz seines Alters ist er sehr entspannt, selbst als wir durch eine etwas größere Stadt reiten, in der ausnahmsweise einmal etwas Verkehr herrscht. Während wir durch den Wald nahe der deutschen Grenze reiten, entdecken wir rundherum weitere Burgen und unberührte Natur. Nach ein paar Galoppstrecken erreichen wir ein idyllisches Flusstal, dem wir folgen. Nach einem letzten Picknick auf einer Wiese reiten wir durch den Wald zurück zum Stall.
Link zum Programm: www.reiterreisen.com/alista.htm