Produkttest Khomas Lodge
Nach drei Jahren ging es für mich endlich wieder zurück nach Afrika, diesmal Namibia. Es ist Ende Januar und nach langen, grauen Winterwochen fiel mir das frische Grün beim Landeanflug auf Windhoek direkt ins Auge. Es ist Regenzeit in Namibia und die Savanne blüht bereits. Meine Begleitung und ich werden direkt am Flughafen abgeholt und zur Erlebnislodge im Khomas Hochland gebracht. Von der Ferne können wir schon die sanfte Bergkette sehen. Wir verlassen die gut ausgebaute Schnellstraße und biegen ein in das Naturschutzgebiet. Früher als Weidegebiet für Rinder, hat sich das Land nun wieder erholt und ist nun Heimat vieler Wildtiere geworden. Durch das 9.000 ha grosse Land schlängelt sich ein zwanzig minütiger Weg zur Lodge und nach kurzer Zeit können wir schon die ersten Wildtiere sichten. Giraffen, Gnus, Springböcke und Strauße beobachten uns aus der Ferne. Überwältigt von den ersten Eindrücken kommen wir an der Lodge an und erhalten ein Erfrischungsgetränk. Der Lodgebesitzer führt mich durch das Gelände und zeigt mir Unterkünfte, Pferdekoppeln sowie die aussengelagerten Chalets. Auch hier begegne ich vielen Oryxen, Antilopen und Impalas, sodass es sich wie ein halber Game Drive anfühlt. Das anfangs gute Wetter wandelt sich gegen Abend zum Hitzegewitter und wir kommen gerade rechtzeitig zum Abendessen wieder an der Hauptlodge an. Es steht ein leckeres Drei-Gänge-Menü bereit. Zum Essen werden Wildgerichte gereicht. Als Vegetarierin erhalte ich eine leckere Alternative. Anschliessend ging es schon zu Bett, die Anreise war lang und am nächsten Morgen erwartet mich in der Früh ein Morgenritt.
Gegen sieben Uhr morgens stehe ich bereit und helfe noch beim Satteln der Pferde. Mir wird die Stute Zoe zugewiesen, ein kleiner Morgenmuffel. Es geht los Richtung Flussbett in einem gemütlichen Schritt. Schon bald können wir die erste Streifengnu Herde sehen, welche in den Morgenstunden entlang des Flusses weilt. Nun ist auch mein Pferd Zoe wach geworden, sie mag die Gnus gerne. Im Anschluss gibt es einen schönen Sandweg zum Galoppieren. Wir erblicken noch weitere Wildtiere während es langsam immer heisser wird. Meine Freundin, die nicht reitet, hat die morgendliche Frische auch genutzt und die vielen Wanderwege im Gelände erkundet. Wir kehren nach eineinhalb Stunden zurück zur Lodge und es erwartet uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Im Anschluss entspannen wir am Pool, keine Wolke ist am Himmel zu sehen, die perfekte Winterflucht.

Am Nachmittag erwartet uns ein Game Drive. Wir starten etwas früher um das typische abendliche Hitzegewitter in der Saison zu umgehen. Das Gelände ist riesig und die Artenvielfalt reicht von Oryx und Antilopen, über Kudus, Giraffen, Zebras, Gnus, Flusspferde, Strausse, Impalas, Stein- und Springboeke, Geier bis hin zu zahlreichen verschiedenen Vogelarten. Wir können einige davon sehen und der Guide erklärt uns viel zur Flora und Fauna. Auch die Flusspferde bekommen wir zu Gesicht, welche die Tageshitze noch im Wasserloch ausharren. Wir biegen ab in ein von Hügeln eingerahmtes Tal und sehen unzählige Giraffen, welche das frische Grün der Bäume geniessen. Hoch geht es auf einen kleinen Berg zum Sundowner Picknick, auf der Kuppe hat man einen herrlichen Ausblick über das gesamte Hochland. Dann ging es auch schon wieder zurück zum letzten Abendessen. Das Gewitter ist diesmal erst später am Abend und so können wir vom Speisesaal einen herrlichen Sonnenuntergang sehen.
Am nächsten Morgen findet nochmal ein Ausritt statt. Dieses Mal reiten wir nicht unten am Flussbett, sondern erklimmen zu Pferd den ein oder anderen Hügel. Es bieten sich auch von hier weitläufige Ausblicke. Da das Reitgebiet eher steinig ist, ergibt sich erst auf dem Rückweg eine Galoppade. Auch hier nehme ich das Frühstück erst im Anschluss ein. Für den Nachmittag organisieren wir einen Transfer nach Swakopmund, so bleibt uns auch am Mittag Zeit, am Pool zu entspannen.
Wir verabschieden uns vom Team und werden zur Schnellstrasse gebracht. Von hier aus werden wir vom Transferunternehmen direkt eingesammelt, wir müssen nicht noch mal zurück nach Windhoek.

Franziska Vaas
Februar 2026